Nichts

Alfredo Barsuglia

Anmeldung One to One-Peformances

Alfredo Barsuglia
Nichts

Eröffnung: Donnerstag, 27. Februar 2020, 19.00
Begrüßung: Michael Strasser, Vorstandsmitglied, Tiroler Künstler*schaft
Zur Ausstellung: Petra Poelzl, Künstlerische Leiterin und Geschäftsleiterin Kunstpavillon & Neue Galerie

Ausstellungsrundgang: 14. März 2020, 13.00
Finissage mit öffentlicher Performance und Artist Talk: 18. April 2020, 17.00

One to One-Performances (Dauer ca. 10 Minuten):

  • jeden Mittwoch und Donnerstag, 17.00 – 18.00
  • Samstag, 14. März 2020, 11.00 – 12.00 und 14.00 – 15.00
  • Samstag, 18. April 2020, 11.00 – 12.00

Zur Teilnahme ist eine Onlineregistrierung erforderlich.

Mitwirkende: Livia Schatzer, Rhia Schatzer, Moritz
Autor des gesprochenen Textes: Andreas Oberprantacher (Assoziierter Professor am Institut für Philosophie, Universität Innsbruck)

——————————

Die Grenze zwischen Schein und Sein, zwischen Illusion und Realität ist ein Dreh- und Angelpunkt seines Werkes, weshalb es nicht überrascht, dass seine Arbeitsweise oftmals der eines Filmregisseurs, sprich eines Geschichtenerzählers gleicht.  (Stephanie Weber, Kuratorin für Gegenwartskunst am Lenbachhaus, München)

Alfredo Barsuglias (*1980 in Graz, lebt und arbeitet in Wien) vielgestaltige und disziplinübergreifende Arbeiten changieren stets zwischen dem Skulpturalen und Ephemeren, dem Materiellen und Immateriellen. In seiner Arbeit stellt der Träger des 39. Otto-Mauer-Preises, die Frage ins Zentrum, wie man mittels Kunst gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Wertvorstellungen reflektieren und hinterfragen kann. Um möglichst unmittelbar agieren zu können, sucht Barsuglia nach Strategien das Publikum in seine Arbeit mit einzubeziehen.

In Innsbruck machte er bereits mit seiner temporären Intervention „Hotel Publik“ (2013) im öffentlichen Raum auf sich aufmerksam. Jede und jeder war eingeladen in dieser kleinen Holzhütte vor dem Landesmuseum zu übernachten und im Morgenverkehr zwischen Fußgänger_innen und Autofahrer_innen den Tag zu beginnen.

Zentrales Element in der Ausstellung „Nichts“, die am 27. Februar 2020 im Kunstpavillon der Tiroler Künstler*schaft eröffnet wird, ist ein selbstgebautes schlichtes Segelboot auf Rädern, das zwei Personen Platz bietet und von großen Windmaschinen angetrieben durch den sonst leeren Kunstpavillon segelt. Die Leere, das Nichts werden so zu einer konzeptionellen Entscheidung, um den Blick ausschließlich auf das Boot und den Versuch, es zu steuern, zu lenken. Für Alfredo Barsuglia impliziert dieser Versuch die ebenfalls beabsichtigte Möglichkeit des Scheiterns. Die Fahrt mit dem Segelboot wird so zu einer Parabel über das Leben, ein Nachdenken über das Woher, Wohin und Warum. An vorgegebenen Terminen und nach vorheriger Anmeldung wird der Besucher/die Besucherin von einem Kind in das Boot und so in Barsuglias Bild- und Erzählwelten geladen.

 

Biografie:
Alfredo Barsuglia, geboren 1980 in Graz, lebt und arbeitet in Wien. Barsuglia erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter den Msgr. Otto Mauer Preis (2019), einen Preis beim 36. Österreichischen Grafikwettbewerb (2019), den Strabag International Artaward (2018), das Staatsstipendium für bildende Kunst (2017), den Kunstförderungspreis der Stadt Wien (2015), den Theodor Körner Preis (2013), Kunstförderungspreis der Stadt Graz (2007) und das MAK-Schindler-Stipendium in Los Angeles (2006).

Seine Arbeiten wurden unter anderem im Kunstverein Eisenstadt (gemeinsam mit Peter Sandbichler, 2020), im Kunstforum Wien (solo, 2019), im Kunstforum Montafon, Schruns (gemeinsam mit Gelitin, 2019), im MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles (gemeinsam mit Alice Könitz, 2018), im MMKK Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt (2018), im OK Offenes Kulturhaus, Linz (2017), in der Neuen Galerie Graz –  Universalmuseum Joanneum (2016), im MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien (solo, 2015), im MACRO – Museo d’Arte Contemporanea di Roma / Testaccio (2014), bei der 4th Moscow Biennial of Contemporary Art (2011) und im mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig, Wien (2010) gezeigt.

Er performte unter anderem im Kunstraum Lakeside, Klagenfurt (2019), RIMI/IMIR scenekunst Festival, Stavanger / NO (2018), Rhiz, Wien (2018), im brut, Wien (2017), ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival, Wien (2017) und TQW Tanzquartier, Wien (2014).

 

 

Nichts Ausstellungsfolder

Besucher_innen-Information
Kunstpavillon

Rennweg 8a
A-6020 Innsbruck
+43 512 58 11 33
pavillon@kuenstlerschaft.at

Mi-Fr 11.00 – 18.00
Sa 11.00 – 15.00