THE DUST | Tianzhuo Chen

Ausstellungsansicht THE DUST, Kunstpavillon 2022 Foto: Daniel Jarosch

THE DUST

Tianzhuo Chen

kuratiert von Petra Poelzl

ERÖFFNUNG
Samstag | 11.06.2022 | 19.00

KUNSTPAVILLON
15.06.2022 – 23.07.2022

Ausstellungsfolder

Klänge ritueller Instrumente hallen durch eine verlassene Landschaft, während Mönchsgesänge über wassergetriebene Gebetsmühlen und die Wracks von Industriemaschinen ziehen. In The Dust enthüllt Tianzhuo Chen eine aus den Fugen geratene Welt, in der sich computergenerierte Bildwelten mit gewaltigen Naturaufnahmen in absurden Logiken von Chaos und Kreation miteinander verweben. Inspiriert von Himmelsbestattungen, bei denen die Verstorbenen unter freiem Himmel der Verwesung überlassen und von Aasgeiern gefressen werden, zeigt die Installation das Grenzgebiet zwischen Tod und Wiedergeburt. The Dust verknüpft buddhistische Kosmologie, kapitalistische Bildsprache und hedonistisches Nachtleben, um die Zerbrechlichkeit und Absurdität des heutigen Lebens und seiner Glaubensgrundsätze zu hinterfragen.

The Dust ist Teil der von Petra Poelzl kuratierten Ausstellungsreihe Dancing at the edge of the World.

TIANZHUO CHENs künstlerische Praxis schöpft aus Performance, Installation, Video, Fotografie und Malerei und ist durchdrungen vom ikonografischen Vokabular von Gottheiten, Zeremonien und Ritualen. Seine rätselhaften und immersiven Installationen, Umgebungen und Kreaturen stellen Glaubenssysteme in der Post-Internet-Ära in Frage und vermischen buddhistische Kosmologie und die visuelle Sprache von Unternehmensidentitäten mit der Ekstase von Clubnächten. Tianzhuo Chen schafft Erfahrungsräume, die von Kreaturen belebt werden, die sich in einem ständigen Zustand der Transformation zu befinden scheinen, einem Zustand des Dazwischen.

Zu den jüngsten Einzelausstellungen gehören The Dust (Dark Mofo, Hobart, Tasmenia, 2021 / transmediale Berlin 2022), The Shepherd (Kyoto Experiment, Kyoto, Japan, 2022), Trance (M Woods Museum, Peking, 2019), Ghost (Kunsthalle Winterthur, Winterthur, 2017), Ishvara (Long March Space, Beijing, 2016) und Tianzhuo Chen (Palais de Tokyo, Paris, 2015). Zu seinen jüngsten Theaterarbeiten gehören Trance (Kampnagel Hamburg, Hamburg, 2022), An Atypical Brain Damage (steirischer herbst, Graz, 2018 u.a.) und Ishvara (Wiener Festwochen, Wien, 2017 u.a.). Im Jahr 2023 wird Trance an der Komischen Oper Berlin zu sehen sein.