PRESSEMATERIAL: PAY THE ARTIST NOW Leitfaden

Für faire Bezahlung in der bildenden Kunst!
IG Bildende Kunst und Tiroler Künstler:innenschaft veröffentlichen Leitfaden
Die Tiroler Künstler:innenschaft macht sich seit vielen Jahren für eine angemessene Bezahlung künstlerischer Arbeit stark. Seit 2020 gemeinsam mit der IG Bildende Kunst und unter der Devise pay the artist now! Gemeinsam haben die beiden Interessensvertretungen Empfehlungen für eine faire Bezahlung in der bildenden Kunst erarbeitet. Zwei Grundlagenpapiere sind dabei entstanden: ein Leitfaden und ein Honorarspiegel sowie ergänzende FAQ.

Der Leitfaden fokussiert auf Tätigkeiten im Ausstellungsbetrieb und empfiehlt Basissätze z.B. für eine Ausstellungsbeteiligung oder einen Artist Talk. Der Honorarspiegel ergänzt den Leitfaden und empfiehlt Stundensätze für eine weitere Vielfalt künstlerischer Tätigkeiten, insbesondere für die künstlerische Produktion und die Kalkulation eigener Projekte. Die ergänzenden FAQ erläutern Hintergründe zu den Empfehlungen und bieten vertiefende Informationen zur Honorarkalkulation.

Keine Ausstellung ohne (Ausstellungs)Honorar!
„Keine Ausstellung ohne (Ausstellungs)Honorar!“, bringt Vasilena Gankovska (bildende Künstlerin, Vorstandsmitglied IG Bildende Kunst) die Motivation für die Arbeit am Leitfaden auf den Punkt. Denn: „Die Arbeit an Ausstellungen und künstlerischen Projekten ist keine unbezahlte Eigenleistung, sie ist eine Tätigkeit, die angemessen bezahlt werden soll.“ Doch das Gegenteil ist derzeit viel zu oft der Fall. (Bildende) Künstler:innen hören regelmäßig, für Honorare sei nicht ausreichend Budget vorhanden.

Ein Werkzeug für faire Bezahlung
Michael Strasser (bildender Künstler, Vorstandsmitglied Tiroler Künstler:innenschaft): „Der Leitfaden ist eines der Werkzeuge, mit dem wir eine faire Bezahlung in der bildenden Kunst etablieren möchten und der hilfreich sein wird, um die dafür notwendigen strukturellen Veränderungen in Gang zu setzen.“

Auch die Kunstförderung ist dabei Thema. „Wenn wir uns einen barrierefreien Zugang zu Kunst und Kultur für professionelle Kunstler:innen wünschen, ist unbezahlte Arbeit in einem institutionellen Kontext akzeptabel. Denn sonst bleibt es bei Kunst von einer Schicht für eine Schicht,“ betont Sheri Avraham (Künstlerin und Vorstandsmitglied IG Bildende Kunst). Die Forderungen von IG Bildende Kunst und Tiroler Künstler:innenschaft sind hier klar: Keine öffentlichen Förderungen ohne angemessene Bezahlung künstlerischer Arbeit! Deutliche Erhöhung der öffentlichen Ausgaben für Kunst und Kultur! „Nun liegt der Ball bei den Fördergeber:innen“, so Petra Poelzl (Künstlerische Leitung und Geschäftsleitung, Kunstpavillon & Neue Galerie Innsbruck, Tiroler Künstler:innenschaft).

Warum ein Leitfaden? pay the artist now!
Als Referenzpunkte mit konkreten Zahlen verfolgen die nun vorliegenden Empfehlungen mehrere Anliegen:

  • Sie sind eine Kalkulationshilfe für bildende Künstler:innen und für alle, die mit bildenden Künstler:innen professionell zusammenarbeiten.
  • Sie sollen die Verhandlungsposition von Künstler:innen bei Honorarvereinbarungen stärken.
  • Sie sind aber auch ein politisches Instrument, um gemeinsam und solidarisch für eine adäquate Finanzierung von künstlerischen Vorhaben und für eine angemessene Kunst- und Kulturförderung einzutreten.

IG Bildende Kunst und Tiroler Künstler:innenschaft machen sich für faire Bezahlung stark. Der Leitfaden soll dazu beitragen, die Verankerung angemessener Bezahlung künstlerischer und nicht-künstlerischer Arbeit in der bildenden Kunst voranzutreiben. Die Devise bleibt: Pay the artist now!


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PRESSEMATERIAL-PAY THE ARTIST NOW! LEITFADEN

„We are fighting collectively for fair pay!”
Statements der Verfasser:innen zum Leitfaden für faire Bezahlung in der bildenden Kunst
https://igbildendekunst.at/themen/kunst-und-geld/themen/we-are-fighting-for-fair-pay/

RÜCKFRAGEN
Tiroler Künstler:innenschaft: office@kuenstlerschaft.at (Petra Poelzl, 0650 980 2998)
IG Bildende Kunst: office@igbildendekunst.at (Daniela Koweindl, 0677 6381 8057)